Rezension - Der Fluch der Schriftrollen
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Glaubst du an Flüche
Heute habe ich mal ein Buch, das ich mir aus einem Buchschrank ausgeliehen habe und jetzt wieder seinen Weg zurückgefunden hat. Alt, aber früher liebte ich die Bücher der Autorin.
FAKTEN ZUM BUCH
Autor/in: Barbara Wood
Titel: Der Fluch der Schriftrollen
Originaltitel: The Magdalena Scrolls
Verlag: Fischer
Erschienen: 1998
ISBN:978359612314
Seiten: 299
Einband: TB
Serie: -
Preis: 1€ Flohmarkt
Genre: Historisch
FAKTEN ZUM INHALT
Schauplatz: Israel
Zeit: 1980er und kurz nach dem Tod Christi
Wichtige Personen: Benjamin, David Ben Jona, Angie
INHALTSANGABE
Benjamin erhält von seinem alten Professor Dr. Weatherby eine Sendung mit alten Schriftrollen, die er bei einer Ausgrabung in alten Tonkrügen gefunden hat. Sie sind über 2000 Jahre alt und stammen von einem Juden namens David Ben Jona, der von einem Fluch schreibt. Er macht sich an die Übersetzung und kommt einer Lebensbeichte auf die Spur, die David damals für seinen Sohn hinterließ. Das weckt bei Benjamin Erinnerungen.
MEINE MEINUNG
Der Fluch der Schriftrolle - ist ein Buch, das älter ist, aber das ich aus zwei Gründen wirklich gerne lesen wollte.
1. Ich habe schon mehrere Bücher von Barbara Wood gelesen, die älter sind und mich fasziniert haben.
2. Fand ich den Titel sehr spannend.
Leider hat mich das Buch so gar nicht überzeugen können. Es beginnt schon mit dem Einstieg, der mitten in der Geschichte stattfindet. Benjamin hat die Schriftrollen erhalten und fängt an sie zu lesen. Er kann nicht glauben, was er da liest. Natürlich fand ich genau das ebenfalls spannend und wollte mehr darüber erfahren. Ihr merkt schon, die Grundidee ist spannend und hat viel Potential, gerade, wenn der Name Barbara Wood dahinter steht.
Was an sich spannend weitergehen könnte, dümpelt jedoch einfach nur vor sich hin. Wer jetzt erwartet, dass es für Benjamin zur Ausgrabungsstätte geht und er dort ein Geheimnis aufdeckt, der wird wahrscheinlich ähnlich enttäuscht sein, denn Benjamin reist nirgends hin. Er bekommt Fotos von den Dokumenten täglich per Post. Es ist wie das Murmeltier, das täglich grüßt. Benjamin verändert sich mit jeden Tag, der Inhalt der Schriftstücke schreitet voran, aber sonst passiert eben nicht sonderlich viel. Irgendwann merkt man, dass Benjamin sich immer mehr mit David identifiziert und sich sogar seine Augenfarbe ändert, dachte ich, jetzt geht es endlich los. Aber dem ist wieder nicht so. Da Buch dümpelt weiter vor sich hin, bis alles mit einem konstruierten dahingeworfenen Schluss endet. Er hat keinen Wow-Effekt, keine Überraschung, keine Spannung, sondern wirkt einfach nur hilflos, lieblos und schöpft nicht im Ansatz seine Möglichkeiten aus.
Einziges Highlight ist das Leben von David, das ich über die Schriftrollen erfahre. Ich gebe zu, dass ich nach 100 Seiten tatsächlich das aktuelle Leben immer nur noch überflogen habe, um nichts Wichtiges zu verpassen und mich hauptsächlich auf die Vergangenheit und die wenigen Passagen konzentriert habe, die mich in die alte Welt haben abtauchen lassen. Das reicht natürlich nicht aus.
FAZIT
Butter bei die Fische - Ein großer Name, eine gute Idee und leider ein schwaches Buch. Eine Person verändert sich charakterlich und äußerlich, weil er Fotos von alten Schriftrollen erhält und die Texte übersetzt. Eine Geschichte, die sich hauptsächlich im Kreis dreht und nur minimal entwickelt. Leider ohne wirkliche Spannung. Für mich eher enttäuschend - besonders der Schluss.
LESEEMPFEHLUNG FÜR - Fans, die sich für das alte Israel interessieren.
BEWERTUNG
COVER | 🩷🩷🩷🩷 |
GRUNDIDEE | 🩷🩷🩷🩷🩷 |
STIL | 🩷🩷🩷🩷 |
FIGUREN | 🩷🩷 |
TEMPO | 🩷🩷 |
SPANNUNG | 🩷🩷 |
SCHLUSS | 🩷 |
LESESPASS | 🩷🩷 |
SPICE | - |
GESAMT | ⭐️ |
Kommentare
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