Der kürzeste Tag des Jahres - Ursula Dubosarsky

 Rezension - Der kürzeste Tag des Jahres

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Manchmal frage ich mich, was sich die Texter für den Klappentext denken. 



FAKTEN ZUM BUCH 
Autor/in: Ursula Dubosarsky
Titel: Der kürzeste Tag des Jahres
Originaltitel:
Verlag: Ueberreuther
Erschienen: 2013
ISBN: 9783764170066
Seiten:160
Einband: Tb
Serie: -
Preis: 12,95€
Genre: Jugendbuch 

FAKTEN  ZUM INHALT
Schauplatz: Australien 
Zeit: 1990er tippe ich 
Wichtige Personen: Samuel, Elias, Theodora

INHALTSANGABE
'Samuel Cass verschwand, an seinem zwölften Geburtstag Samuels Halbschwester Theodora saß auf ihrem Bett und betrachtete das schöne, schwarz gerahmte Foto von Samuel im Bücherregal. 'Oh, Samuel, wach doch auf', flüsterte sie dem Bild zu, 'wach auf und komm nach Hause.' Aber die Stunden vergingen, und nichts geschah. Keine Sichtung, kein Anruf, kein abgerissener Schnürsenkel. Nichts.' Eine Geschichte über viele Worte, falsche Deutungen und die Allgegenwart des Todes. (Klappentext)

MEINE MEINUNG
Dieses Buch habe ich zufällig auf einem Buchmarkt entdeckt und eingesteckt, denn der Klappentext, weckte meine Neugierde. Tatsächlich geht es darum, dass seine Schwester das Bild anschaut und sagt, dass er wiederkommen und aufwachen soll. Ich dachte es geht also eher um Alkohol, Drogen oder Unfall mit Koma. 

Damit lag ich jedoch gänzlich falsch, denn es geht darum, dass Samuel an seinem 12 Geburtstag verschwindet. Es ist aber keine dramatische Entführung, denn sein Großvater nimmt ihn mit. Der Grund ganz simple, sein Vater will auswandern und Samuel nicht. Da sein Großvater deponiert wurde, weiß er, wie sich das anfühlt und sie hauen deshalb gemeinsam ab. Allerdings geht es dem Jungen da schon gesundheitlich nicht so gut. 

Bis man jedoch ahnt, worum es geht, ist es ein langer Weg. Schon im ersten Satz war ein Kommafehler. Auf der ersten Seite fingen fast alle Sätze mit Samuel an und waren schon recht schwergängig zu lesen. Spaß ist was anderes. Und für ein Jugendbuch einfach zu kompliziert. Auch die Geschichte fand ich ehrlich gesagt einfach nervig. Am Anfang geht es darum, dass die Mutter keine Kinder bekommt, der Vater mit seiner ersten Frau weiterhin Sex hat (Bigamie) und mit ihr ein Kind zeugt, das bei ihm um seiner Zeiten Frau lebt. Ich blieb komplett distanziert und fand es nicht schön zu lesen. 

FAZIT
Leider kein Buch für mich. Es ist für Leser ab 14, aber eher schwer und distanzierter von der Sprache her. Am Rande werden Themen wie Bigamie, Magersucht, Depressionen, Deportation und vieles mehr angesprochen. Leider eben nur am Rande, denn auf 160 Seiten mit großer Schrift ist es schwer sich auf alles einzulassen. Dazwischen ein 12 jähriger Junge, mit dem sich Leser ab 14 weniger identifizieren. Für mich ein Satz mit X. 

LESEEMPFEHLUNG FÜR - Fans ungewöhnlicher Jugendbücher. 

BEWERTUNG
COVER 🩷🩷🩷🩷🩷
GRUNDIDEE🩷🩷🩷
STIL🩷
FIGUREN🩷
TEMPO🩷
SPANNUNG🩷
SCHLUSS🩷🩷
LESESPASS🩷
GESAMT⭐️

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